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Radbremse

Bestehend aus Bremsbacke, Bremstrommel, Nachstelleinheit, Spreizgelenkschloss und Bremsseil

Radbremse Explosionszeichnung
Spreizhebelbremse

Die gängigste Radbremse im Anhängersegment ist die Trommelbremse bei der ein Reibbelag auf eine zylindrische Fläche gepresst wird. Beim Auflaufen des Anhängers auf das Zugfahrzeug wird die Auflaufkraft mittels einer Umlenkung der Kraft über Bremsseile und Bremsgestänge an das Spreizschloss geleitet. Daher auch der Name Spreizhebelbremse. Das Spreizschloss drückt die Reibfläche der Backen gegen die Innenseite der Bremstrommel und führt dadurch zu einer Verzögerung. Neben der gängigsten Spreizhebelbremse, gibt es auch noch Scheibenbremse, hydraulische Radbremsen sowie Nockenbremse.

Ankerblech
Einsatzzwecke

Typische Spreizhebelbremsen werden bei den gängigsten Achsenhersteller wie z.B. AL-KO ,Knott ,BPW ,Schlegl ,Nieper, ,Peitz , Rinner und Westfalia verbaut. Trommelbremsen werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt.

  • PKW Achsen
  • Motorrad
  • Fahrrad
  • Industriebremse
  • Landwirtschaft

Vorteil der Trommelbremse als Betriebsbremse ist die geringe Wartung und der gute Wirkungsgrad. Außerdem ist dieses System kaum anfällig gegen Rost und Schmutz. Ein weiterer Vorteil sind die geringen Anschaffungs- und Unterhaltskosten.

Radbremse am Pkw-Anhänger

Da jeder Achsenhersteller nahezu seine eigenen Radbemsen verbaut und es Radbremsen auch noch für verschiedene Gewichtsbereiche gibt, ist es oft schwierig herauszufinden, welche Bremse an der Achse verbaut ist. Den Radbremsentyp können wir anhand des Typenschildes auf dem Ankerblech herausfinden Dieses befindet sich auf der Rückseite der Trommel, dort wo die Seile in die Radbremse gehen.

Anhand von Bildern und der Bremsengröße (Durchmesser von Trommel und Backenbreite) können wir auch den Typ der Bremse feststellen. Die unterschiedlichen Trommeln sind herstellergeschuldet. Da nicht jede Radbremse gleich ist, benötigt man für jeden Hersteller und Typ für die jeweiligen Radbremsen spezielle Funktionsteile wie zum Beispiel Bremsbelag, Nachstelleinheit, Spreizschloss und Federnsätze.

Ankerblech vs Bremstrommel
Verschleiß

Die Verschleißgrenze einer Backe erkennt man durch das Kontrolloch im Ankerblech, je nach Hersteller sollte die Belagstärke 1-2 mm betragen. Die Radbremsen sollten nachgestellt werden, die Häufigkeit hängt von der Belastung des Anhängers ab. Bei Veralterung oder falsche eingestellten Bremsen können die Beläge „verglasen“, d. h. der Bremsbelag verhärtet und der benötigte Reibwert sinkt und somit läßt die Bremswirkung sehr stark nach. Es entsteht eine hohe Unfallgefahr.